Sie ist die Seele des Ortes. Aus dem Mittelalter stammend, war sie über Jahrhunderte die Mutterpfarre, von der die anderen Kirchen der Gegend abhingen. Ein geistlicher Bezugspunkt für unsere Gemeinschaft, aber auch für die Gläubigen von Andalo und Ranzo.
Die Pieve war schon immer ein Treffpunkt und bewahrt noch heute den ganzen Zauber ihrer Vergangenheit. Der Glockenturm ragt elegant in den Himmel, während sich im Hintergrund die Brenta-Dolomiten ausbreiten, als wollten sie jene umarmen, die sie betrachten. Fast scheint es, als zeige der Turm sie denen, die noch den Blick heben und sich staunen lassen.
Neben der Pieve befindet sich das Haus des Gebets, ein schlichter und einladender Ort, an dem sich die Zeit weitet und die Stille zum Zuhören wird. Hier finden viele eine andere Zeit als die des Alltags, eine Zeit, um zu lauschen, um zu sich selbst zurückzukehren.
In Tavodo ist die Zeit immer langsamer gegangen. Es war das letzte Dorf der Gegend, das die Strohdächer bewahrte, als anderswo schon die Ziegel glänzten. Diese leichten, geneigten Dächer erzählten von einem einfachen Leben, von einer bäuerlichen Kultur, die sich an den Berg anzupassen wusste. Heute bewahren wir ihre Erinnerung, in den Erzählungen unserer Älteren und in verblassten Fotografien.