Berge, Berge, Berge, ich liebe euch. Jeden Tag verliebe ich mich mehr und mehr in die Berge.
So schrieb Pier Giorgio Frassati, der Heilige der Jugend, der in den Gipfeln die Stimme Gottes und die Freude des Unterwegsseins fand. Für ihn war der Berg nicht nur ein Ziel, das man erreicht, sondern ein Trainingsraum der Seele, in dem man den Blick für das Schöne und das Herz für das Gute schult.
Der aus Turin stammende Frassati lebte ein intensives und großzügiges Leben, geteilt zwischen Freunden, den Bergen und den Armen. Er starb mit nur vierundzwanzig Jahren, 1925, an einer Lungenentzündung, die er sich zuzog, während er den Bedürftigsten half. 1990 seliggesprochen und im Jugendjubiläum 2025 heiliggesprochen, ist er heute ein Symbol eines lebendigen Glaubens, der „nach oben und zum Anderen“ führt.
Um sein Andenken zu ehren, hat der Club Alpino Italiano ihm in jeder Region Italiens einen Weg gewidmet: zweiundzwanzig Routen, die Natur und Spiritualität verbinden und an seine Begeisterung und seine Liebe zur Schöpfung erinnern.
Der Sentiero Frassati del Trentino ist der längste: über 100 Kilometer in sieben Etappen, von Arco bis zum Heiligtum San Romedio im Val di Non. Eine Route, die für alle zugänglich und voller Bedeutung ist, durch Wälder, Dörfer und Panoramen, die zur Besinnung einladen.
Die dritte Etappe führt durch San Lorenzo Dorsino und verläuft über Tavodo, Andogno, Moline, Deggia und Nembia. Am Ende des Weges, am Heiligtum San Romedio, erhält man eine Urkunde, die nicht nur die zurückgelegte Strecke feiert, sondern auch die innere Reise, die man unterwegs gemacht hat.