Für die Leute von San Lorenzo in Banale bin ich eine furèsta, eine Fremde. Ich bin nicht hier geboren und ich lebe nicht hier, aber jedes Mal, wenn ich ankomme, kommt es mir vor, als kehrte ich nach Hause zurück.
Ich bin von Geburt her Solandra und habe aus Liebe neue Wurzeln in Campo Lomaso geschlagen. In San Lorenzo nennen sie mich eine der Pance lònghe del Lomàs, wie man scherzhaft jene nennt, die aus dem Lomaso kommen. Und doch fühle ich mich hier nicht fremd. Ein Stück meines Herzens gehört zu diesem Dorf.
Ich bin pensionierte Mathematiklehrerin, aber ich habe nie aufgehört zu unterrichten: Heute tue ich es als Freiwillige mit Migrantinnen und Migranten in der Penny-Wirton-Schule in Fiavè. Unterrichten ist meine größte Leidenschaft, ein Funke, der nie erlischt. Und dieser Funke ist genau in San Lorenzo entstanden, wo ich gelernt habe, Kindern etwas beizubringen, das Staunen in ihren Augen zu entdecken. Von diesem Dorf aus begann mein Leben als Lehrerin: die Lehrerin Giuliana, streng, aber gerecht.
Was mich noch stärker an San Lorenzo bindet, ist die Freundschaft mit Ida. Gemeinsam haben wir beschlossen, Greeters zu werden, und oft begleiten wir zusammen Besucherinnen und Besucher durch die Gassen des Dorfes. Von ihr habe ich gelernt, dass aus Freundschaften auch die Liebe zu einem Ort entstehen kann, die einem ins Herz geht und einen nicht mehr loslässt. Ida hat mir ihre Leidenschaft für San Lorenzo weitergegeben, die Schritt für Schritt, Erzählung für Erzählung, auch zu meiner geworden ist.
Ich begleite gern jene, die es entdecken möchten, denn jedes Mal ist es auch für mich, als sähe ich es zum ersten Mal. Vielleicht ist das mein Geheimnis: mit Augen zu schauen, die sich nie an die Schönheit gewöhnt haben.
Wobei kann ich dir helfen?
Ich bin pensionierte Lehrerin. Ich bin nicht in San Lorenzo in Banale geboren, aber hier habe ich das Unterrichten gelernt und wertvolle Freundschaften geschlossen. Ich werde Sie durch Geschichten, Erinnerungen und die authentische Schönheit dieses Ortes führen, der in meinem Herzen zu meiner Heimat geworden ist.