Auf den alten Verkehrswegen
Diese Route folgt dem Verlauf der historischen Verkehrswege: Straßen, die dem Fels abgerungen wurden, entstanden in einer Landschaft, die kaum Abkürzungen zuließ und jeden Weg länger machte.
Zu Beginn führt der Weg durch die drei Tunnel der Crozèa, der ehemaligen Straße nach Molveno.
Eine Gedenktafel erinnert daran, dass in den drei Jahren zwischen 1919 und 1921 Hunderte von Arbeitern den Fels durchbohrten und diese Straße bauten, die unter der österreichischen Herrschaft nie verwirklicht worden war. Sie bedeutete einerseits die Öffnung zur Außenwelt, führte andererseits aber innerhalb weniger Jahre zum Ende der handwerklichen Blütezeit von Moline.
Nach dem Verlassen der Tunnel geht es hinab auf die gere, Geröllfelder aus dem Gestein des Monte Prada, die einst als Abkürzung zu den Almen von Baél genutzt wurden.
Zwischen Deggia und Moline verläuft der Rückweg auf der alten Kaiserstraße, die Riva del Garda mit dem Nonstal verband. Das verblichene Schild einer Osteria wacht noch immer über die steinerne Brücke, die Franz Joseph zuerst als Kaiser und später an der Spitze seiner geschlagenen Armee überquerte.
Dies ist ein anspruchsvoller Weg. Wer ihn zurücklegt, taucht ein in eine Zeit der langsamen Fortbewegung, bevor moderne Straßen die Entfernungen verkürzten.v